PRESSEMITTEILUNG

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„Frauen können MINT!“ – Bundeskanzlerin Angela Merkel startet gemeinsam mit Initiative D21 e. V. den bundesweiten 16. Girls’Day im Bundeskanzleramt

Berlin / Bielefeld, 27. April 2016. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel lädt heute zur Auftaktveranstaltung des 16. Girls’Day Mädchen-Zukunftstages ins Kanzleramt. Seit 15 Jahren entwirft die Initiative D21 e. V. mit sieben ihrer Mitgliedsinstitutionen sowie der Bundespolizei den jährlichen Technik-Parcours als Auftaktveranstaltung zum bundesweiten Girls’Day. Zu diesem werden jeweils acht Mädchen der Klassenstufe 9 aus drei besonders engagierten Berliner Schulen eingeladen. Sie lernen die vorgestellten MINT-Berufe kennen und können diese gleich praktisch ausprobieren. Auch in diesem Jahr eröffnet Frau Bundeskanzlerin Merkel den Aktionstag und erkundet gemeinsam mit den Schülerinnen den Parcours. Damit unterstreicht sie als promovierte Physikerin auch ihr persönliches Anliegen, Frauen im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu fördern. Auch die Initiative D21 e. V. engagiert sich gemeinsam mit ihren Mitgliedern u. a. durch die Ausrichtung des Girls’Day, mehr Frauen für einen Beruf im MINT-Bereich zu begeistern und so sukzessive auch die Anzahl der Frauen in Führungspositionen zu erhöhen.

Am 28. April öffnen Betriebe aus den Bereichen Technik und Naturwissenschaften, Forschung und Wissenschaft, Informatik und Handwerk bundesweit ihre Türen, um Mädchen zu ermöglichen, neue Berufe kennenzulernen und sich und ihre Fähigkeiten auszutesten. Alle Mädchen ab der fünften Klasse können mitmachen.

Girls'Day Gruppenbild mit Kanzlerin
Girls'Day Kanzlerin Intel

Girls'Day Kanzlerin King 2

Bundesweiter Girls’Day verbindet Nachwuchs und Wirtschaft erfolgreich und nachhaltig

Dank des gemeinsamen, kontinuierlichen Engagements von Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. und allen Partnern aus Politik und Wirtschaft sowie der Initiative D21 e. V. in den vergangenen 15 Jahren ist eine stete, positive Entwicklung zu verzeichnen: Inzwischen ist im Schnitt jeder vierte Studierende in einem MINT-Studienfach weiblich. „Wir brauchen jeden klugen Kopf“, so Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D21 e. V., bei der Begrüßung der Schülerinnen im Kanzleramt. Er ist überzeugt: „Frauen können MINT! Und eine moderne und offene Gesellschaft weiß Unterschiede zwischen Frauen und Männern als Chance zu begreifen. Mit der Auftaktveranstaltung zum Girls’Day wollen wir diese Überzeugung stärker in den Unternehmen verankern. Damit sich auch junge Frauen selbstverständlicher für MINT-Berufe entscheiden, braucht es jedoch mehr als reine Berufsorientierung“. Schwaderer sieht „Digitale Bildung“ als einen zentralen Baustein.

Wertvolle Einblicke des bundesweiten Girls’Day erleichtern jungen Frauen die Berufswahl

Ein stärkeres Öffnen der Pädagogik für digitale Bildung würde sich deutlich positiv auf die Chancengleichheit von Frauen auswirken. Das zeigt die gute Bilanz des Girls’Day. Dieser ermöglicht Mädchen und jungen Frauen während der Schulzeit praktische Einblicke und erweitert ihr Spektrum für die Berufswahl. Im Fokus stehen Berufe, in denen Frauen nach wie vor selten vertreten sind. „Die Wirkung auf die teilnehmenden Mädchen und jungen Frauen ist enorm“, sagt Prof. Barbara Schwarze, Mitglied im Präsidium der Initiative D21 e. V. und Vorsitzende des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. „Die Evaluation des bundesweiten Girls’Day zeigt: Knapp 80 Prozent der teilnehmenden Mädchen befinden ihre Teilnahme als hilfreich für die berufliche Orientierung. Inzwischen nennen 21 Prozent der Teilnehmerinnen einen Wunschberuf im MINT-Bereich“, fasst sie zusammen. Somit ist der Girls’Day Mädchen-Zukunftstag auch für Unternehmen eine gute Möglichkeit, ihre Nachwuchsförderung noch gezielter zu gestalten: Sie können junge Frauen persönlich ansprechen und für eine Ausbildung im MINT-Bereich begeistern.

Aktuelle Studie zeigt: Digitale Bildung spielt zentrale Rolle

Die aktuelle Studie „D21-Digital-Index 2015“[1] der Initiative D21 e. V. zeigt, dass der Digitalisierungsgrad von Frauen mit nur geringer Steigerung zum Vorjahr noch immer deutlich niedriger ist als der von Männern. Auf einer Skala von 0 bis 100 erreichen Frauen 46,5 Indexpunkte (2014: 45,8), Männer 56,9. Deswegen muss bereits frühzeitig Digitale Bildung in Schulen vermittelt werden. „Kommunikationstechnik ist heute selbstverständlicher Bestandteil des Alltags. Medienkompetenz ist deshalb ebenso eine Kulturtechnik wie Lesen, Schreiben, Rechnen. Einen kompetenten Umgang mit Technik zu erlernen, baut zudem Berührungsängste ab und führt zu mehr Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Die Initiative D21 e. V. engagiert sich seit knapp zwei Jahrzehnten für mehr Digitale Bildung an Schulen. Insofern freut es mich, dass es inzwischen ein politisch hohes Thema ist und sich auch der IT-Gipfel 2016 schwerpunktmäßig damit beschäftigt“, so Schwaderer. Wichtig sei dabei immer eine sachgerechte Entscheidungsfindung und somit reale Verbesserungen in der Vermittlung von Medienkompetenz.

Kanzlerin kürt Gewinnerin für MINT-Aktionstag

Zu Beginn der Auftaktveranstaltung wird den Schülerinnen eine Schätzfrage gestellt, in diesem Jahr lautet sie: Wie viel Prozent der Studierenden, die im Wintersemester 2015/16 ein Studium der Ingenieurwissenschaften begannen, waren Frauen? – Antwort: 24,3 Prozent. Die Gewinnerin wird gemeinsam mit ihren Mitschülerinnen von der Initiative D21 e.V. in das Game Science Center in Berlin eingeladen, welches an diesem Tag exklusiv für sie die Türen öffnen und spannende Workshops anbieten wird. Frau Bundeskanzlerin Merkel kürt die Gewinnerin und überreicht den Gutschein.

[1] Eine umfassende Bestandsaufnahme zu Medienbildung an deutschen Schulen sowie Handlungsempfehlungen bietet die gleichnamige Studie der Initiative D21 e. V.

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Pressekontakte

Initiative D21 e. V.
Sabrina Dietrich
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
030 526 87 22 55
sabrina.dietrich@initiatived21.de
www.initiatived21.de

Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V.
Jennifer Reker
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
0521 106 73 78
reker@kompetenzz.de
www.kompetenzz.de

@initiatived21
#D21GD

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Weitere Informationen

Aktuelles Bildmaterial (ab 27.04. etwa 16:00 Uhr, unter Angabe der Lizenz CC BY-SA Corporate Inspiration / T. Köster & T. Rafalzyk)
https://www.flickr.com/photos/initiatived21/albums/72157667460976271

Girls’Day-Auftakt der Initiative D21
www.initiatived21.de/girlsday/

Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag
www.girls-day.de

Genannte Studien
D21-Digital-Index 2015

Medienbildung an deutschen Schulen

Teilnehmende Schulen
Clay-Schule aus Neukölln
Georg-von-Giesche-Schule aus Schöneberg
Käthe-Kollwitz-Gymnasium aus Prenzlauer Berg

Teilnehmende Unternehmen
Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern (DVZ)
Hasso-Plattner-Institut (HPI)
Intel Deutschland
King
Nokia
Techniker Krankenkasse
Verband der Elektrotechnik (VDE)

Die Initiative D21 e. V.
Die Initiative D21 – ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin – ist Deutschlands größte Partnerschaft von Wirtschaft und Politik für die digitale Gesellschaft. Rund 200 Mitgliedsunternehmen und -organisationen aller Branchen sowie politische Partner von Bund und Ländern bringen gemeinsam in diesem Netzwerk praxisnahe Non-Profit-Projekte voran. Alle Maßnahmen der Initiative D21 haben einen engen Bezug zu Informations- und Kommunikationstechnologien, einer entscheidenden Basis für die Zukunft Deutschlands. Der Verein ist engagiert, den Diskurs zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu verbessern.
Weitere Informationen unter www.initiatived21.de.

Das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V.
Das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit fördert bundesweit die Chancengleichheit von Frauen und Männern sowie Vielfalt als Erfolgsprinzip in Wirtschaft, Gesellschaft und technologischer Entwicklung.
Weitere Informationen unter www.kompetenzz.de.