Wie sollte man ein autonom fahrendes Auto programmieren, damit es in brenzligen Situationen die richtige „Entscheidung“ trifft? Wer legt fest, wie ein Algorithmus funktioniert, der Programmierer, ein Ethik-Rat oder das Unternehmen? Warum liegt Deutschland im EU-Vergleich so weit hinten was E-Government angeht und was muss sich in der Verwaltung ändern? Wie werden humanoide Roboter unser Leben verändern?

Mit solchen Fragen beschäftigte ich mich unter anderem während meines 3-monatigen Praktikums bei der Initiative D21, Deutschlands größtem gemeinnützigen Netzwerk für die digitale Gesellschaft, bestehend aus verschiedensten Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Da ich mich schon während meines Bachelor-Studiums für Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf unsere Gesellschaft interessierte, passte ein Praktikum bei der D21 somit perfekt.

Vom Anfang an fühlte ich mich komplett als Teil des Teams. Da dieses relativ klein ist, ist die Arbeitsatmosphäre sehr persönlich, offen und entspannt. Die Kommunikationswege sind sehr kurz und so bekam ich für meine Arbeit schnell und ausführlich Feedback, was mir half, mich weiterzuentwickeln. Die drei Monate waren glücklicherweise alles andere als ein „Kaffee-kochen-Praktikum“, ich hatte stets viel zu tun. Natürlich musste ich auch administrative Aufgaben übernehmen, wie z.B. Verteiler erstellen und pflegen, jedoch gehört dies nun mal auch dazu und gibt einem einen realistischen Einblick in den Arbeitsalltag. Generell durfte ich aber viel inhaltlich arbeiten und bekam spannende und Aufgaben, wie Recherchetätigkeiten zu relevanten Themen, Artikel und Texte für die Webseite verfassen, den Twitter-Account betreuen, Referenten für Veranstaltungen raussuchen, die Webseite pflegen und Veranstaltungen mitorganisieren.

Besonders toll fand ich, dass ich nicht nur überall mitwirken durfte und die Tätigkeiten sehr abwechslungsreich waren, sondern dann auch gerne zu verschiedensten Veranstaltungen und AG-Sitzungen mitkommen durfte, was sicherlich nicht überall selbstverständlich für PraktikantInnen ist. Das Veröffentlichungsevent des eGovernment MONITOR 2017 über Wochen hin mitzuorganisieren und dann bei der Veranstaltung im Bundesministerium des Innern mit dabei zu sein war eine tolle Erfahrung. Auch die Mitorganisation und Teilnahme der Herbstkonferenz der deutschen Breitbandinitiative auf dem Broadband World Forum war sehr interessant, da ich mich vorher noch nicht wirklich mit Breitbandtechnologie auseinandergesetzt habe und so völlig neue Einblicke bekam.

Insgesamt war meine Zeit bei der D21 geprägt von einem sehr spannenden Praktikum, in welchem ich mit einem tollen Team zusammenarbeiten durfte. Man bekam einen guten Überblick über die Tätigkeiten im Bereich Presse-/Öffentlichkeitsarbeit sowie Eventmanagement und hat viel gelernt und für sich mitnehmen können. Kurz gesagt, ich war rundum zufrieden.

stella