Berlin, 22. Januar 2019. Die Initiative D21 veröffentlichte auf dem Fachkongress Digitale Gesellschaft im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die neuen Studienergebnisse des D21-Digital-Index 2018/2019. Gemeinsam mit Bundesminister Peter Altmaier und weiteren spannenden Gästen wagte die Veranstaltung einen Blick auf die relevanten Themen der Zukunft mit Impulsen, Diskussionen und hautnah erlebbaren Technikneuheiten in der „Zukunftsarena“.

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Lena-Sophie Müller (Geschäftsführerin Initiative D21), Bundesminister Peter Altmaier, Hannes Schwaderer (Präsident Initiative D21) mit dem neuen D21-Digital-Index 2018/2019.

Wie digital ist die deutsche Gesellschaft? Das misst die Initiative D21 jedes Jahr mit ihrem Lagebild zur Digitalen Gesellschaft, dem D21-Digital-Index. Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass die deutsche Gesellschaft so digital wie nie zuvor ist. Auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten liegt der Indexwert bei nun 55 Punkten, das ist eine Steigerung von zwei Punkten im Vergleich zum Vorjahr. Trotz Verbesserungen befindet sich der Digitalisierungsgrad der Deutschen aber weiterhin nur auf mittlerem Niveau.

Vorstellung der Ergebnisse und Keynote

D21-Präsident Hannes Schwaderer begrüßte die rund 250 Gäste zum Fachkongress und sprach über die gesellschaftlichen Herausforderungen in der schnellebigen Gegenwart, bevor Andreas Pohle (Kantar TNS) und Lena-Sophie Müller (Initiative D21) die neuen Studienergebnisse des D21-Digital-Index 2018/2019 vorstellten.

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In seinem Denkimpuls „Bildung, Digitalisierung und KI. Was geht? Was fehlt? Was tut Not?“ sprach Prof. Christopher Igel vom Deutschen Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz (DFKI) über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Bildung und stellte vor mehrere Programme, die bereits jetzt in der Bildung verwendet werden.

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Dr. Mareike Ohlberg vom Mercator Institute for China Studies hielt anschließend einen Denkimpuls zu „Dystopie oder die Lösung aller Probleme? Social Scoring in China“ Sie erklärte detailliert das Bewertungssystem und widerlegte Informationen, die von westlichen Medien stark verbreitet wurden.

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Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hielt die Keynote zum Fachkongress. Er sprach von den Fortschritten der Künstlichen Intelligenz von einer Revolution, wie sie einst die Erfindung der Dampfmaschine war – und wünschte sich dafür mehr Zusammenarbeit. Um hier international eine Vorreiterrolle einnehmen zu können, wäre die Gründung eines europäischen KI-Konsortiums, eine Art „Airbus der KI“, von großer Bedeutung. „Ein einzelnes Unternehmen – und es sei noch so groß – wird gegen die amerikanischen und chinesischen Akteure alleine nicht ankommen können“, so Peter Altmaier.

Hier können Sie die Rede nachhören.

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                                                         Bundesminister Peter Altmaier  

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Zukunftsarena: digitale Innovationen interaktiv erleben

Peter Altmaier eröffnete anschließend auch die Zukunftsarena, in der die Aussteller Barmer, Deloitte, DFKI, Ericsson, Fujitsu, Intel und Microsoft Anwendungsfelder digitaler Technik in verschiedenen Bereichen vorstellten: von interaktiven KI-Systemen und Robotern über Hologramme, Augmented-Reality-Wartung, dem intelligenten Schulbuch und Techniken zur smarten Steuerung des Verkehrs bis hin zu bewegungsgesteuerten Spielen, die ältere Menschen helfen, länger agil zu bleiben.

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Veränderte Lebenswelten und Lebensweisen?

Prof. Stefan Heinemann (FOM Hochschule, Hospital Universitätsmedizin Essen) betonte in seinem Denkimpuls „Data Power to the Patient: Warum der Patient erst Kunde werden muss, um Mensch sein zu dürfen“ wie stark die Anbieter verschiedenster Gesundheitsdienste von den Daten der Benutzer profitieren – und fragte, warum diese nicht an den Gewinnen beteiligt werden sollten.

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Dr. Florina Speth (2b AHEAD) schaute in die Zukunft In ihrem Denkimpuls Blick ins 22. Jahrhundert. Die Langzeitstudie ‚Die Zukunft deiner Kinder‘“.

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Zum Abschluss diskutierten Anke Domscheit-Berg MdB (Deutscher Bundestag, Fraktion DIE LINKE), Nadine Schön MdB (Deutscher Bundestag, CDU/CSU-Fraktion) und Anna Kaiser (Gründerin, Geschäftsführerin Tandemploy) über die strategische Gestaltung der Gesellschaft durch technische Fortschritte. Einig waren sie sich darin, dass die Digitalisierung ein grundlegendes Instrument sei, um Vielfältigkeit in der Zukunft zu erreichen. Die Podiumsteilnehmerinnen diskutierten zudem, inwiefern digitales Arbeiten gefördert werden muss und wie die Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben durch flexible Arbeitsmodelle gesteigert werden könnten.

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Wir bedanken uns recht herzlich beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie unseren Partnern für die Unterstützung beim Fachkongress Digitale Gesellschaft und beim D21-Digital-Index 2018 / 2019 (Premiumpartner: Allianz Deutschland AG, Fujitsu Technology Solutions GmbH, BARMER, Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen. Partner: Bertelsmann Stiftung, CHG-MERIDIAN AG, Ericsson GmbH, Microsoft Deutschland GmbH. Unterstützer: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V., Capgemini Deutschland, Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V., PwC Strategy& (Germany) GmbH, Ricoh Deutschland GmbH).

D21-Digital-Index 2018 / 2019

Fotogalerie

Weitere Impressionen vom Fachkongress gibt es in unserer Fotogalerie.

Die Videos der Vorträge werden nach Freigabe der ReferentInnen in Kürze online gestellt.