Zwischen Laser, Mars-Mission und Farbsolarzellen aus Spinat und Waldbeeren – der Girls’Day-Preis 2018 im DLR_School_Lab Berlin

Der Girls’Day-Preis führte die Gewinnerin und ihre Klassenkameradinnen dieses Jahr in das DLR_School_Lab Berlin, wo sie unter anderem per 3D-Rundflug den Mars erkundeten und einen eigenen Wärmespeicher bauen konnten.

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Jedes Jahr im April laden wir gemeinsam mit sieben unserer Mitgliedsunternehmen und Bundeskanzlerin Merkel interessierte Mädchen aus Berliner Schulen zum Girls’Day-Auftakt ins Bundeskanzleramt ein. Hier stellen wir ihnen traditionell eine Schätzfrage. Dieses Jahr wollten wir wissen, wieviel Prozent der 1.078.747 StudentInnen, die im Wintersemester 2016/2017 ein MINT-Fach studierten, weiblich waren. Roksana von der Fritz-Karsen-Schule bewies das beste Schätzgefühl und kam der Antwort – 29,87 Prozent – am nächsten. Zur Belohnung überreichte ihr Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich einen Gutschein für sie und ihre Mitschülerinnen für einen spannenden Aktionstag im DLR_School_Lab Berlin.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Es engagiert sich aber auch stark in der Nachwuchsförderung — unter anderem mit seinen 13 DLR_School_Labs. In diesen Hightech-Schülerlaboren entdecken Kinder und Jugendliche die faszinierende Welt der Forschung und Technik. Sie führen selbst Experimente durch und erfahren spielerisch, wie spannend die Natur- und Ingenieurswissenschaften sein können.

Die Schülerinnen der Fritz-Karsen-Schule experimentierten in kleinen Gruppen unter der Anweisung von studentischen WorkshopleiternInnen. So lernten sie in einem Workshop viel über Licht und warum sich beispielsweise der Strahl einer Taschenlampe völlig anders als der eines Lasers verhält. Mit einem Laser durften sie ein dreidimensionales Modell der Marsoberfläche vermessen, sie erfuhren, wie die Vermessung des Planeten in der Realität funktioniert und warum dieses Wissen über andere Planeten und deren Entwicklung für uns Erdlinge von Vorteil ist.

In einem weiteren Workshop bauten die Schülerinnen ihr eigenes Simulationsweltenmodell aus Lego, übertrugen es in die virtuelle Welt und durchliefen und erlebten so ihre eigene Legowelt mit Hilfe einer VR-Brille. Auch ein VR-Besuch der Internationalen Raumstation ISS inklusive „Weltraumspaziergang“ gehörte dazu.

Beim dritten Workshop des Tages kreierten die Schülerinnen mit Hilfe von Spinat und Waldbeeren eine Farbsolarzelle. Außerdem bauten sie ihren eigenen Taschenwärmer, den sie als Andenken mit nach Hause nehmen konnten.

Das Highlight des Tages war jedoch definitiv der 3D-Rundflug über den Mars, den eine Wissenschaftlerin aus dem Institut für Planetenforschung live kommentierte. Hier warfen die Schülerinnen nicht nur einen Blick auf den roten Planeten, sondern erfuhren auch, dass es irgendwann einmal Wasser auf dem Mars gab, woran man dies erkennt und warum dort damals und vielleicht auch noch heute einfache Organismen leben könnten.

Wir danken dem DLR_School_Lab Berlin für den spannenden und informativen Tag, der den Mädchen einen spannenden Einblick in die aktuelle Forschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt vermittelte.

Wir danken außerdem den sieben Mitgliedern der Initiative D21, die bei der diesjährigen Auftaktveranstaltung im Bundeskanzleramt dabei waren und durch ihre Unterstützung den Girls‘ Day-Preis ermöglichten: Capgemini, dem Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern (DVZ MV), der Fraunhofer Gesellschaft, Intel Deutschland, Ricoh, Symantec und der Deutschen Telekom.

 

Rückblick: So lief der Girls’Day-Auftakt 2018

Girls’Day-Auftakt 2018: Technik-Parcours mit Erlebnisfaktor

Am 25. April 2018 war es wieder soweit: Die Auftaktveranstaltung des Girls‘ Day fand zum 18. Mal im Bundeskanzleramt statt. Bundeskanzlerin Angela Merkel lud dazu Berliner Schülerinnen zum Erkunden von MINT-Berufen ein.

Fotos

Gewinnerin Roksana von der Fritz-Karsen-Schule

So sieht der selbstgebaute Handwärmer aus.


So erlebten die Mädchen den virtuellen „Weltraumspaziergang“.

Die Mädchen vermessen per Laser die Oberfläche.