#1 | Datenhoheit – Gerechtigkeitsfrage in einer Digitalen Gesellschaft

Autoren: Dr. Nikolai Horn (Capgemini), Marc Reinhardt (Initiative D21 / Capgemini)
Veröffentlichung: Oktober 2018

  • In diesem Papier finden Sie Denkimpulse zu den Fragen: Wie wird aus Daten Mehrwert generiert? Wie lässt sich die Verfügungsgewalt über Daten begründen und organisieren? Welche Modelle für faire und gerechte Nutzung von Daten wären denkbar?
  • Der Wert von Daten ergibt sich aus den daraus abgeleiteten Informationen, die zu Erkenntnissen führen. Die Verarbeitung von Daten und Informationen zu Erkenntnissen stellt einen Wertschöpfungsprozess dar, der die Hoheit über die Informationen und Erkenntnisse legitimiert. Zugleich muss jedoch strikt zwischen Hoheit über personenbezogene und nicht-personenbezogene Daten unterschieden werden.
  • Die Verteilung von Hoheitsrechten an Daten muss fair sein, was auf organisatorischer wie technischer Ebene so abgesichert werden muss, dass die persönliche Datensouveränität nicht geschmälert, sondern eher gefördert wird.
  • Die BürgerInnen müssen als aktive AkteurInnen der digitalen Wertschöpfung begriffen werden. Die unternehmerische Freiheit von Diensteanbietern muss daher mit der Freiheit der BürgerInnen verträglich sein, sich durch Zurverfügungstellung von personenbezogenen Informationen am digitalen Wertschöpfungsprozess selbstbestimmt zu beteiligen und daraus Vorteile zu erzielen. Unternehmen, die mit Daten arbeiten oder handeln, müssen die gesellschaftlichen Implikationen ihres Geschäftsmodells berücksichtigen. Aus der damit verbundenen Macht entsteht auch eine „Corporate Digital Responsibility“.

Projektsteckbrief

Projektzeitraum
ab 2018

Ansprechpartner
Patricia Scheiber
+49 30 5268722 56
patricia.scheiber@initiatived21.de