Zentrale Ergebnisse im Überblick

Wirtschaft:

  • Die Digitalisierung ist in der österreichischen Wirtschaft bislang noch nicht vollständig angekommen: Insgesamt weist Österreichs Mittelstand
    damit nur einen geringen bis mittleren Digitalisierungsgrad auf.
  • Nutzung von IKT-Technologien: Nahezu 100 Prozent der Unternehmen nutzen das Internet und vier von fünf verfügen über eine eigene Webseite.
  • Digitalkompetenz: Nachholbedarf, sowohl in Bezug auf IT und Datensicherheit, als auch bei betriebswirtschaftlichen Aspekten wie der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle.

Gesellschaft:

  • Zugang zum Internet: Neun von zehn Haushalten in Österreich verfügen über einen Internetzugang.
  • Nutzung digitaler Dienste: Ein Großteil der österreichischen Onliner zwischen 16 und 74 Jahren nutzt das Internet zur Kommunikation (E-Mail) bzw. Recherche / Information (Produktsuche und Online-Nachrichten).
  • Offenheit: Knapp die Hälfte der Befragten des Städtebarometers (in ausgewählten Gemeinden Österreichs) ist der Meinung, dass digitaler Wandel sowohl Risiken als auch Chancen mit sich bringt.

Projektsteckbrief

Projektzeitraum
2018

Ansprechpartner
Lena-Sophie Müller, Initiative D21 e.V.
+49 30 5268722 50
lena-sophie.mueller@initiatived21.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Roland Dathe, Initiative D21 e.V.
+49 30 5268722 55
presse@initiatived21.de

Herausgeber
Initiative D21 e. V.

Im Auftrag von
Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, Österreich 

Durchführendes Institut
Kantar TNS

Grußwort BMDW

Die Digitalisierung ist untrennbar mit der Wirtschaft verbunden, aber auch wir als Gesellschaft sind schon längst in der Digitalisierung angekommen. Wir erleben, dass unser tagtäglicher Ablauf, sowohl privat als auch beruflich, ein integraler Bestandteil dieses Digitalisierungsprozesses ist.

Es gilt, die Chancen, die die Digitalisierung bereithält, zu nutzen. Deshalb wurde die Digitalisierung prominent im Regierungsprogramm positioniert. So haben wir mit dem in Österreich neu geschaffenen Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) ein Signal für einen digitalen Aufbruch in Österreich verankert. Wir werden diesen Aufbruch im Back Office der Verwaltung mit unseren Partnern in den Bundesländern und Gemeinden umsetzen. Aber auch mit den Chief Digital Officers der Bundesressorts, die für die Umsetzung gemeinsamer Digitalisierungsinitiativen der Bundesregierung zuständig sind, ist die Nachhaltigkeit sichergestellt.

Klar ist aber auch, dass wir ein starkes Signal für eben diesen digitalen Aufbruch zu den Menschen und zur Wirtschaft bringen wollen. Daher haben wir Initiativen eingesetzt, die bei ihnen ankommen werden. So werden beispielsweise Bürgerinnen und Bürger mit unserer Initiative oesterreich.gv.at eine zeitsparende und nutzerfreundliche Alternative zu klassischen Amtswegen in Form einer mobilen App angeboten bekommen.

Wir haben gerade mit dem Ratsvorsitz der EU die Gelegenheit, die Digitalisierung verstärkt in den politischen europäischen Gestaltungsprozess einfließen zu lassen. Wir planen daher, einen wesentlichen Beitrag für die Vollendung des für Österreich wichtigen digitalen Binnenmarktes zu leisten und in Österreich das volle Potenzial daraus zu schöpfen. Gerade mein Ressort ist mit den Zuständigkeiten zur Digitalisierung und zum Wirtschaftsstandort geradezu prädestiniert, dies in höchstem Maße zu erfüllen.

Liebe Leserin, lieber Leser, wir leben in einer spannenden Zeit, die uns viele Chancen bietet. Daher lautet mein Appell an Sie: „Lassen Sie uns den digitalen Aufbruch gemeinsam gestalten.“ Wir wollen mit dem Digital Dossier Österreich einen weiteren Schritt zur faktenbasierten Messung der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft tätigen. Ich arbeite gemeinsam mit meinem Team an der Weiterentwicklung dieses Formats und wir planen, dies weiterhin anzubieten. Wir freuen uns über Ihr Feedback und stehen für Fragen gerne zur Verfügung!

Dr. Margarete Schramböck
Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort

Kommentar Initiative D21

Investitionen und Maßnahmen zur positiven Gestaltung der Digitalisierung sind Investitionen in die Zukunft des Wirtschafts- und Lebensstandorts Österreich. Sie tragen dazu bei, die Chancen der Digitalisierung für die gesamte Gesellschaft zu nutzen. Dies beginnt bei der schulischen Ausbildung, geht bei der beruflichen und universitären Ausbildung weiter und setzt sich in einem lebensbegleitenden Weiterbildungsprozess fort. Denn die Digitalisierung schafft neue Berufsbilder und verändert kontinuierlich bestehende Tätigkeiten. Dies gilt es frühzeitig zu adressieren, um erworbene Digitalkompetenzen beispielsweise in neue digitale Geschäftsmodelle münden zu lassen. Ebenso wichtig ist es, die Sorgen in der Bevölkerung vor diesen Veränderungen durch entsprechende Aufklärung und vor allem durch das Aufzeigen eines konkreten Nutzens entgegenzuwirken. Insbesondere für ältere Menschen kann so
beispielsweise der Lebensalltag vereinfacht und selbstbestimmter gestaltet werden.