Digital Gender Gap 2026: Executive Summary

Warum der Gender AI Gap relevant ist

Künstliche Intelligenz wird immer mehr zur Schlüsselressource. Ihre Nutzung entscheidet zunehmend über Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigungschancen und gesellschaftliche Teilhabe – vergleichbar mit Alphabetisierung oder Internetzugang in früheren Transformationsphasen.

37 Prozent der Frauen nutzen KI, bei Männern sind es 53 Prozent, was einem unbereinigten Gender AI Gap von 16 Prozentpunkten entspricht. 
Nach Bereinigung nach soziodemografischen Merkmalen liegt die Nutzung bei Frauen bei 38 Prozent und bei Männern bei 51 Prozent, ein Gap von 13 Prozentpunkten. 
Unter zusätzlicher Bereinigung nach berufs- und betriebsspezifischer Merkmalen nutzen 40 Prozent der Frauen und 51 Prozent der Männer KI, ein Gap von 11 Prozentpunkten. 
Nach weiterer Bereinigung um digitale Kompetenzen und Einstellungen beträgt die Nutzung bei Frauen 41 Prozent und bei Männern 49 Prozent, sodass der bereinigte Gender AI Gap 8 Prozentpunkte beträgt.
Der Gender AI Gap bleibt.
Basis: Personen im erwerbsfähigen Alter (n=4.806); *signifikant auf dem 5 %-Level; rundungsbedingte Abweichungen bei den Gaps

Der Gender AI Gap ist daher mehr als ein Unterschied in der Techniknutzung. Wer KI seltener nutzt, baut weniger anwendungsbezogene
Kompetenzen auf, ist seltener in strategische Implementierungsprozesse eingebunden und prägt Einsatzszenarien weniger mit. Fehlen Frauen in diesen Prozessen, fließen ihre Perspektiven und Arbeitsrealitäten entsprechend schwächer in KI-gestützte Strukturen ein. 

Die Folgen sind strukturell: Ungleichheiten bei Karrierechancen und Einkommensentwicklung können sich verfestigen; zugleich steigt das Risiko einseitiger, verzerrter Technologiegestaltung. Für Politik und Wirtschaft ist der Gender AI Gap damit keine reine Gleichstellungsfrage, sondern eine strategische Herausforderung für Innovationskraft, Fachkräftesicherung und gesellschaftliche Akzeptanz technologischer Transformation.

Der eigentliche Unterschied liegt in der intensiven Nutzung

Der Gender AI Gap zeigt sich besonders stark bei der intensiven Nutzung (mindestens einmal im Monat). Genau hier entstehen strategische, kreative und wirtschaftlich relevante Effekte – nicht beim gelegentlichen Ausprobieren. Denn nachhaltiger Kompetenzaufbau und messbare Effizienzgewinne setzen routinierte Anwendung voraus.

Für Organisationen heißt das: Punktuelle Nutzung reicht nicht. Entscheidend ist der Übergang zur selbstverständlichen Integration in den Arbeitsalltag. Erst dann wird KI zum strategischen Instrument statt zur sporadischen Zusatzoption.

KI-Einsatz muss als nützlich erlebt werden

Zugang zu Infrastruktur allein genügt nicht. Entscheidend ist, ob KI als konkret nützlich erlebt wird.

Wenn keine Freude an der Ersetzung monotoner Tätigkeiten besteht, nutzen 11 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter KI intensiv, 23 Prozent selten sowie 66 Prozent gar nicht.
Nach Geschlecht aufgeteilt nutzen in diesem Fall 9 Prozent der Frauen und 12 Prozent der Männer KI intensiv, 21 Prozent der Frauen und 24 Prozent der Männer selten sowie 70 Prozent der Frauen und 63 Prozent der Männer nicht. 
Wenn Freude an der Ersetzung monotoner Tätigkeiten besteht, nutzen 29 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter KI intensiv, 35 Prozent selten und 37 Prozent gar nicht. 
Nach Geschlecht aufgeteilt nutzen in diesem Fall 26 Prozent der Frauen und 31 Prozent der Männer KI intensiv, 31 Prozent der Frauen und 37 Prozent der Männer selten sowie 43 Prozent der Frauen und 31 Prozent der Männer gar nicht.
Freude, wenn KI monotone Tätigkeiten übernimmt, steigert KI-Nutzung.
Basis: Personen im erwerbsfähigen Alter (n=4.806; Abweichungen zu 100 Prozent aufgrund von Rundung
 

Der stärkste Nutzungstreiber ist die Erwartung eines unmittelbaren Mehrwerts, etwa die Hoffnung, dass KI monotone oder unliebsame Aufgaben übernimmt.

Menschen nutzen KI nicht aus Technikbegeisterung, sondern wenn sie den beruflichen wie privaten Alltag konkret erleichtert. Wie das aussieht, unterscheidet sich je nach Lebens- und Arbeitskontext: Während KI für viele junge, hochgebildete Männer bereits fester Bestandteil ihres digitalen Werkzeugkastens ist, fällt es Älteren sowie Beschäftigten im Handwerk oder produzierenden Gewerbe bisher schwerer, sich mit KI ihren Arbeitsalltag zu erleichtern. 

Für Arbeitgeber*innen folgt daraus: Erfolgreiche KI-Implementierung ist ein Organisations- und Führungsprojekt. Sie beginnt nicht mit Tools, sondern mit Anwendungsszenarien, die auf den spezifischen Arbeitskontext und das Tätigkeitsprofil zugeschnitten sind. Standardisierte Roll-outs ohne Bezug zum Arbeitsprozess bleiben begrenzt wirksam.

Organisationen als zentrale Gestalter*innen

Die KI-Nutzung wird maßgeblich durch organisationale Rahmenbedingungen geprägt. Wo digitale Infrastruktur vorhanden ist, Kenntnisse über digitale Geräte erforderlich sind, KI konkret im Arbeitskontext eingesetzt wird oder neue digitale Anwendungen getestet werden, ist die Wahrscheinlichkeit einer (intensiven) Nutzung deutlich höher. Mehr noch: In Organisationen, die aktiv KI implementieren, digitale Anwendungen testen und entsprechende Qualifizierungsangebote bereitstellen, verliert der Gender AI Gap zudem an statistischer Bedeutung.

Allerdings reicht allgemeine Digitalität nicht aus. Bürojobs, berufliche Internetnutzung oder digitale Anforderungen im Job führen nicht automatisch zu mehr Gleichheit. Im Gegenteil: Häufig profitieren Männer stärker von solchen Rahmenbedingungen. 

Für Organisationen heißt das: KI-Einführung ist ein Gestaltungsprojekt. Maßnahmen müssen unterschiedliche Nutzungskontexte und Routinen berücksichtigen. Standardisierte „One-size-fits-all“-Ansätze riskieren, bestehende Ungleichheiten unbeabsichtigt zu verstärken.

Wenn Arbeitgeber*innen keine Weiterbildung anbieten, nutzen 14 Prozent der Frauen und 21 Prozent der Männer KI intensiv, 23 Prozent der Frauen und 28 Prozent der Männer selten sowie 62 Prozent der Frauen und 51 Prozent der Männer gar nicht. 
Wenn Arbeitgeber*innen Weiterbildung anbieten, nutzen 20 Prozent der Frauen und 21 Prozent der Männer KI intensiv, 25 Prozent der Frauen und 35 Prozent der Männer selten sowie 55 Prozent der Frauen und 44 Prozent der Männer gar nicht.
Weiterbildungsangebot der Arbeitgeber*innen erhöht KI-Nutzung bei Männern und Frauen.
Basis: Personen im erwerbsfähigen Alter (n=4.806). Abweichungen zu 100% aufgrund von Rundung
Wenn kein Ausprobieren digitaler Anwendungen in der Organisation stattfindet, nutzen 14 Prozent der Frauen und 21 Prozent der Männer KI intensiv, 23 Prozent der Frauen und 28 Prozent der Männer selten sowie 62 Prozent der Frauen und 52 Prozent der Männer gar nicht. 
Wenn digitale Anwendungen in der Organisation ausprobiert werden, nutzen 19 Prozent der Frauen und 29 Prozent der Männer KI intensiv, 30 Prozent der Frauen und 36 Prozent der Männer selten sowie 51 Prozent der Frauen und 35 Prozent der Männer gar nicht. 
Auf der Basis der Personen im erwerbsfähigen Alter mit 4806 Befragten; Abweichungen zu 100 Prozent aufgrund von Rundung.
Ausprobieren von digitalen Anwendungen durch Arbeitgeber*innen erhöht die KI-Nutzung bei Männern und Frauen.
Basis: Personen im erwerbsfähigen Alter (n=4.806). Abweichungen zu 100% aufgrund von Rundung

Kompetenzaufbau als Transformations- und Gleichstellungsinstrument

Sowohl selbst organisierter als auch arbeitgeberfinanzierter Wissenserwerb erhöhen die Wahrscheinlichkeit der KI-Nutzung signifikant und können den Gender AI Gap substanziell reduzieren. Bemerkenswert ist dabei die unterschiedliche Wirkungsrichtung: Frauen profitieren überdurchschnittlich stark von selbst initiiertem Kompetenzerwerb; ihre KI-Nutzung steigt hier stärker als die von Männern. Bei der intensiven Nutzung wiederum zeigen arbeitgeberfinanzierte Weiterbildungen einen besonders großen Effekt für Frauen.

Solche formalen, strukturierten Lernanlässe wirken kompensatorisch. Sie eröffnen Frauen Zugänge, die andere Lernumfelder offenbar nicht in gleichem Maße bieten. Denn Lernformate, die stark auf soziale Unterstützung im unmittelbaren Umfeld setzen – etwa Hilfe durch Kolleg*innen oder Freund*innen – vergrößern den Gender AI Gap: Männer profitieren hier signifikant, Frauen hingegen gar nicht. Informelle Netzwerke reproduzieren somit bestehende Ungleichheiten eher, als dass sie diese abbauen. 

Maßnahmen zum Kompetenzaufbau sind damit doppelt relevant: Sie steigern nicht nur die Innovations- und Transformationsfähigkeit von Organisationen, sondern entscheiden zugleich darüber, ob die digitale Transformation Geschlechterungleichheiten reduziert oder fortschreibt. Denn Kompetenzaufbau ist kein homogener Hebel: Entscheidend ist, wie gelernt wird, in welchem institutionellen Rahmen und mit welchem Anwendungsbezug.

Handlungsperspektiven für Politik und Wirtschaft

Aus den Befunden lassen sich klare strategische Leitlinien ableiten:

  1. Kommunikation von Chancen als Teil des Transformationsprozesses: Der erwartete Mehrwert ist der stärkste Treiber von Nutzung. Diese Erkenntnis muss strategisch eingesetzt werden.
  2. KI-Strategien anwendungsorientiert implementieren: Erfolgreiche Einführung setzt konkrete Anwendungsszenarien voraus, die unterschiedliche Tätigkeitsprofile und Nutzungskontexte berücksichtigen.
  3. Kompetenzaufbau als Kernbestandteil jeder KI-Strategie: Regelmäßige, anwendungsbezogene Lernangebote sind notwendig, um intensive Nutzung zu ermöglichen und Nutzungslücken zu schließen.
  4. Organisationale Lernkulturen stärken: Erprobungsräume („Learning by Doing“) für digitale Anwendungen zu schaffen, senkt Hemmschwellen und fördert Routinisierung.
  5. Transformationspolitik geschlechtersensibel ausrichten: Qualifizierungsangebote müssen unterschiedliche Ausgangslagen und Erfahrungen systematisch berücksichtigen, um Innovation und Chancengleichheit gleichermaßen zu fördern.

Fazit für Entscheider*innen

Die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts hängt davon ab, wie breit KI genutzt wird – nicht nur davon, wie weit die Spitzentechnologie ist. Die Studie zeigt: Mit betrieblicher Implementierungsstrategie, gezieltem Kompetenzaufbau und einem Fokus auf alltagsrelevanten Mehrwert lässt sich die Nutzung insgesamt steigern und der Gender AI Gap verkleinern.

Der wichtigste Hebel ist die Freude daran, wenn KI einfache, monotone Arbeit ersetzt (Steigerung um 30 Prozentpunkte). Es folgen der Einsatz von KI durch Arbeitgeber*innen (Steigerung um 27 Prozentpunkte) sowie die Nutzung digitaler Anwendungen für Hobbys (Steigerung um 19 Prozentpunkte).
Die wichtigsten Hebel für mehr KI-Nutzung: Diese Voraussetzungen (Hebel) steigern die KI-Nutzung unabhängig vom Geschlecht am stärksten – gemessen am Unterschied zur KI-Nutzung ohne diese Voraussetzung.
Basis: Personen im erwerbsfähigen Alter (n=4.806); * signifikant auf dem 5 %-Level

Allerdings wirken viele dieser Maßnahmen nicht für alle gleichermaßen. Digitale Kompetenzen, positive Erwartungen oder betriebliche KI-Implementation erhöhen zwar grundsätzlich die KI-Nutzung, doch oft profitieren Männer stärker – ausgehend von einem bereits höheren Ausgangsniveau.

Dies spricht gegen die Annahme, dass Geschlechterunterschiede automatisch durch Kompetenz- oder Motivationssteigerung verschwinden. Vielmehr deuten die Ergebnisse auf geschlechtsspezifische Sozialisationsmuster und Strukturen hin, die zu Verstärkungseffekten führen.

Damit wird klar: Digitale Transformation ist nicht geschlechtsneutral. Ohne Berücksichtigung unterschiedlicher Ausgangsbedingungen und Nutzungskontexte  können gut gemeinte Maßnahmen Ungleichheiten sogar verstärken. Der Gender AI Gap ist daher weniger ein Ausdruck individueller Zurückhaltung als ein Ergebnis sozialer Erwartungen, organisationaler Logiken und ungleicher Nutzungschancen.

Für Politik und Wirtschaft bedeutet das: KI-Strategie ist immer auch Innovations-, Arbeitsmarkt- und Gleichstellungspolitik und muss als umfassender Organisationsentwicklungsprozess gestaltet werden.

Ansprechpartnerin in der Geschäftsstelle

Porträt von Sandy Jahn

Sandy Jahn, Referentin Strategic Insights & Analytics (sie/ihr)

Digital Gender Gap 2026: Executive Summary

Why the Gender AI Gap Matters

Artificial intelligence is quickly becoming a key resource. Much like literacy or internet access did in earlier phases of transformation, its use increasingly determines competitiveness, employment opportunities, and social participation. 

Therefore, the Gender AI Gap is more than just a difference in technology use. Those who use AI less frequently develop fewer application-specific skills, are less often involved in strategic implementation processes, and have less influence on shaping use cases. If women are absent from these processes, their perspectives and work realities are less likely to be incorporated into AI-supported structures. 

The consequences are structural: inequalities in career opportunities and income growth can become entrenched, and the risk of one-sided, distorted technology design increases. Thus, for policymakers and the private sector, the Gender AI Gap is not merely a matter of gender equality but also a strategic challenge for innovation, securing a skilled workforce, and ensuring societal acceptance of technological transformation.

Intensive use is the real difference

The Gender AI Gap is particularly pronounced among intensive users (at least once a month). Strategic, creative, and economically significant effects emerge precisely from this group, not from occasional experimentation. After all, sustainable skill development and measurable efficiency gains require routine application.

For organizations, this means that occasional use is not enough. The key is to seamlessly integrate AI into everyday work. Only then does AI become a strategic tool rather than a sporadic add-on. 

AI must be perceived as useful

Simply having access to infrastructure is not enough. What matters is whether AI is perceived as genuinely useful. The strongest driver of adoption is the expectation of tangible benefits, such as the hope that AI will take over monotonous or unpleasant tasks.

People do not use AI out of enthusiasm for technology but rather when it simplifies their professional and personal lives in a meaningful way. How this looks varies depending on one’s life and work context: While AI is already an integral part of the digital toolkit for many young, highly educated men, older individuals and workers in skilled trades or manufacturing have so far found it more difficult to use AI to simplify their daily work. 

For employers, the implication is clear: successful AI implementation is an organizational and leadership project. It does not begin with tools but with use cases tailored to specific work contexts and job profiles. Standardized rollouts that are not integrated into the work process are limited in their effectiveness. 

Organizations as Pivotal Agents of Transformation 

Self-organized and employer-funded skill development can substantially reduce the gender AI gap and significantly increase the likelihood of AI use. It is noteworthy that the impact differs in direction: women benefit more than average from self-initiated skill acquisition, with their AI usage increasing more sharply than that of men.

However, in terms of intensive usage, employer-funded training programs have a particularly strong effect on women. These formal, structured learning opportunities have a compensatory effect. They open up avenues for women that other learning environments apparently do not offer to the same extent. Learning formats that rely heavily on social support from one's immediate environment, such as help from colleagues or friends, widen the gender AI gap. Men benefit significantly from these formats, while women do not. Thus, informal networks tend to reproduce existing inequalities rather than reduce them. 

Therefore, measures for skills development are doubly relevant. They increase organizations’ capacity for innovation and transformation, and they determine whether digital transformation reduces or perpetuates gender inequalities. This is because skills development is not a homogeneous lever; what matters is how learning takes place, within which institutional framework, and with what practical relevance.

Skill Development as a Tool for Transformation and Gender Equality

Self-organized and employer-funded skill development can substantially reduce the gender AI gap and significantly increase the likelihood of AI use. It is noteworthy that the impact differs in direction: women benefit more than average from self-initiated skill acquisition, with their AI usage increasing more sharply than that of men. However, in terms of intensive usage, employer-funded training programs have a particularly strong effect on women. 

These formal, structured learning opportunities have a compensatory effect. They open up avenues for women that other learning environments apparently do not offer to the same extent. Learning formats that rely heavily on social support from one's immediate environment, such as help from colleagues or friends, widen the gender AI gap. Men benefit significantly from these formats, while women do not. Thus, informal networks tend to reproduce existing inequalities rather than reduce them.  

Therefore, measures for skills development are doubly relevant. They increase organizations’ capacity for innovation and transformation, and they determine whether digital transformation reduces or perpetuates gender inequalities. This is because skills development is not a homogeneous lever; what matters is how learning takes place, within which institutional framework, and with what practical relevance.

A Roadmap for Policy and Business

The findings point to a set of clear strategic priorities:

  1. Communicate opportunities as part of the transformation process. The expected benefits are the strongest driver of adoption. This insight must be leveraged strategically.
  2. Implement AI Strategies with a focus on real-world applications. Successful deployment requires concrete use cases that account for diverse job profiles and usage contexts.
  3. Make competency development a core element of every AI strategy. Regular, application-oriented learning opportunities are essential to enable intensive use and close adoption gaps.
  4. Foster organizational learning cultures. Creating spaces for experimentation ("learning by doing") with digital tools lowers barriers to entry and promotes the development of routine practice.
  5. Design transformation policy with gender sensitivity. Qualification and training offerings must systematically account for different starting points and lived experiences in order to advance both innovation and equal opportunity. 

Conclusions for Decision-Makers

The long-term competitiveness of any economy depends on how broadly AI is adopted — not just on how advanced the technology itself becomes. The study demonstrates that a combination of organizational implementation strategies, targeted competency development, and a focus on practical, everyday value can increase overall AI adoption and narrow the Gender AI Gap. 

However, many of these measures do not benefit everyone equally. While digital skills, positive expectations, and organizational AI adoption generally drive usage, men tend to benefit more — starting from an already higher baseline.

This challenges the assumption that gender disparities will automatically disappear as competence or motivation increases. On the contrary, the findings point to gender-specific socialization patterns and structural conditions that produce reinforcing effects.

The conclusion is clear: digital transformation is not gender-neutral. Without accounting for different starting conditions and usage contexts, well-intentioned measures can in fact deepen existing inequalities. The Gender AI Gap is therefore less a reflection of individual reluctance than a product of social expectations, organizational logics, and unequal opportunities for use.

For policymakers and businesses alike, this means: AI strategy is simultaneously innovation policy, labor market policy, and equality policy — and must be designed as a comprehensive organizational development process. 

Contact person

Porträt von Sandy Jahn

Sandy Jahn, Referentin Strategic Insights & Analytics (sie/ihr)