Zwei Programme, eine Schule: Wie müssen Digitalpakt 2.0 und Startchancen-Programm zusammenwirken?
Sitzung der AG Bildung (1/2026)
5 Milliarden Euro für digitale Bildung, 20 Milliarden für mehr Bildungsgerechtigkeit: mit dem Digitalpakt 2.0 und dem Startchancen-Programm stehen zwei der größten Bildungsinvestitionen der Bundesrepublik gleichzeitig zur Umsetzung an. Beide Programme wurden politisch als Paket verhandelt und bauen inhaltlich aufeinander auf; denn ein Startchancen-Programm, das Schulen in herausfordernden Lagen stärken soll, kann nur wirken, wenn die digitale Grundausstattung und Kompetenz an diesen Schulen tatsächlich vorhanden ist.
Institutionell laufen jedoch beide Programme weitgehend getrennt – mit unterschiedlichen Verwaltungswegen, Laufzeiten und Zielgruppen. Wie gelingt es, Digitalpakt-Mittel nicht erneut primär in Hardware fließen zu lassen? Wie werden Lehrkräftefortbildung und KI-Kompetenz strukturell – und nicht nur projektbasiert – verankert? Und wie kann die Verbindung zum Startchancen-Programm so gestaltet werden, dass Schulen in herausfordernden Lagen von beiden Programmen profitieren, statt zwischen den Fördersträngen zu verschwinden?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt dieser Sitzung unserer AG Bildung. Gemeinsam mit Impulsgeber*innen aus Bundes- und Landespolitik sowie Wissenschaft wollen wir diskutieren, welche strukturellen Weichenstellungen jetzt notwendig sind, damit aus zwei gut gemeinten Programmen tatsächlich ein kohärentes Versprechen für Bildungsgerechtigkeit im digitalen Zeitalter wird.
Impulsgeber*innen:
- Christine Streichert-Clivot | Bildungsministerin des Saarlandes
- Prof. Dr. Kai Maaz* | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation DIPF (angefragt)
- Jasmina Hostert MdB* | Bildungssprecherin der SPD-Fraktion (angefragt)