Vom Antragsstaat zum Aktivstaat – Proaktivität als Antwort auf die Vertrauenskrise

Sitzung der AG Innovativer Staat (2/2026)

25. Juni 2026, 10:00 – 13:00
Sopra Steria (Friedrichstraße 148, 10117 Berlin)

Das Vertrauen in den Staat steht unter Druck. Lange Bearbeitungszeiten, unübersichtliche Antragsprozesse und das Gefühl, sich als Nutzer*in durch ein System kämpfen zu müssen, das einem nicht entgegenkommt – diese Erfahrungen zermürben das Verhältnis zwischen Gesellschaft und Verwaltung. Ein Teil der Antwort liegt in einer Verwaltung, die nicht wartet, bis Nutzer*innen anklopfen – sondern mitdenkt, vorausschaut und Leistungen proaktiv dorthin bringt, wo sie gebraucht werden.

Das Konzept der proaktiven, lebenslagenorientierten Verwaltung rückt genau das in den Mittelpunkt: Statt Bürger*innen in der Holschuld zu lassen, bringt der Staat seine Leistungen aktiv zu den Menschen. In der nächsten Veranstaltung der AG Innovativer Staat richten wir daher den Fokus auf diese Fragen: 

  • Welche Voraussetzungen braucht es technisch, rechtlich und organisatorisch, damit der Staat seinen Bürger*innen aktiv begegnet?
  • Wie interagiert eine (pro-)aktive Verwaltung mit Bürger*innen und deren Lebenslagen?
  • Wie verändern proaktive Ansätze die Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen in der Praxis?

Speaker*innen:

Porträt von David Hagebölling

Dr. David Hagebölling, Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung | Projektleitung KI-basierte Verwaltungsplattform

Porträt Dr. Anna Hochreuter

Dr. Anna Hochreuter, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe | Leitung Abteilung II

Porträt Rudi Hey

Rudi Hey, Familienkasse Direktion | Geschäftsbereichsleiter 3 – Systeme Mitglied der Geschäftsleitung

Agenda

Ansprechpartner in der Geschäftsstelle

Porträt von Paul Ruland

Paul Ruland, Referent Digitaler Staat (er/ihm)