Zentral gedacht, dezentral gelebt – Governance, Organisation und Praxis zentraler Projekte im föderalen System
Sitzung der AG Innovativer Staat (3/2026)
Die staatliche Digitalisierung kommt an: Wo digitale Verwaltungsleistungen verfügbar sind, werden sie im Vergleich zur analogen Antragstellung positiv wahrgenommen. Allerdings hängt die Möglichkeit der Nutzung, ob ein digitaler Dienst zur Verfügung steht, bislang oft vom Wohnort ab. Für Bürger*innen ist das schwer nachvollziehbar, föderale Zuständigkeitsgrenzen sind ihnen egal, sie wollen schlicht eine einfache Beantragung mit möglichst wenig Aufwand.
Genau hier liegt die strukturelle Herausforderung: Die Organisation im föderalen System, mit seiner Vielzahl an Zuständigkeiten auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene, erschwert eine flächendeckende, einheitliche Umsetzung. Ein Weg, der aktuell an Popularität gewinnt, ist die Zentralisierung einzelner Komponenten, etwa gemeinsamer Basisdienste, Plattformen oder Rollout-Modelle, um vor allem die Kommunen zu entlasten, die die Umsetzung am Ende in der Fläche stemmen müssen.
In dieser Sitzung der AG Innovativer Staat wollen wir genau darauf schauen: auf die Governance, Organisation und die Praxis zentraler Projekte im föderalen System.
- Wie schaffen zentrale Elemente in einer dezentral organisierten Verwaltung tatsächlich Entlastung und Fortschritt?
- Wo entstehen dabei neue Herausforderungen, rechtlich, organisatorisch und in der Zusammenarbeit der Ebenen?
- Wie lassen sich die Entwicklungen steuern, wenn Zuständigkeiten nicht 100% klar sind
- Und welche Schlüsse lassen sich daraus für die föderale Zusammenarbeit insgesamt ziehen?
Carola Heilemann-Jeschke (CIO und Abteilungsleitung Zentrales IT-Management und Digitalisierung öffentlicher Dienste, Senator für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen) hat als Speakerin zum Thema „Portfolio Board des IT-Planungsrates” bereits zugesagt.
Zeitnah zum Event werden wir hier eine vollständige Agenda und Speaker*innen bereitstellen.