Eine Demokratie lebt vom Austausch, von der politischen Debatte und der Diskussion. Nie standen der Gesellschaft so viele Informationen zur Verfügung wie heute. Die Informationen sind einfach zugänglich und ermöglichen es jedem, sich an der politischen Debatte zu beteiligen. Facebook, Twitter und Co. verschaffen den eigenen Argumenten die Möglichkeit, von vielen Personen gehört zu werden. Frei dem Motto Freiheit, Gleichheit und unbegrenzte Möglichkeiten scheint die Digitalisierung die Demokratie zu ihrer vollen Entfaltung zu bringen.

Frankreich, Niederlande, Deutschland und Österreich – die Wahlkämpfe waren geprägt von neuen digitalen Einflüssen wie Chatbots, Big Data, Cyberangriffen und der Angst vor Manipulation, Profiling und Fake News. Die Spielregeln in Politik und Wahlkampf haben sich grundlegend geändert. Die Digitalisierung verändert, wie wir politisch diskutieren, uns beteiligen und Informationen aufnehmen – sie ermöglicht und erschwert zugleich, mit Fake News und Filterblasen, die politische Teilhabe. Bringt die Digitalisierung tatsächlich mehr Demokratie und Freiheit mit sich – oder unterläuft der unkontrollierbare, rasend schnelle und undurchschaubare digitale Wandel die Demokratie nicht vielmehr?

Die Veranstaltung Data & Politics der Initiative D21 hat sich im letzten Jahr erstmalig mit den Auswirkungen von Big Data im Wahlkampf auseinandergesetzt. Data AnalystInnen haben sich mit WahlkampfspezialistInnen getroffen und gemeinsam über die Wirkung und die technischen Möglichkeiten im Wahlkampf diskutiert.

In diesem Jahr wollen wir auf den Thesen aus 2017 neu aufsetzen und fragen, was sich davon bewahrheitet hat. Wir blicken auf die Wahlkämpfe in Frankreich, den Niederlanden und den Bundestagswahlkampf in Deutschland und diskutieren, ob die Digitalisierung ein Fluch oder Segen für die Demokratie ist. Mit internationalen Keynotespeakern und PolitikerInnen wollen wir darüber diskutieren, wie die Digitalisierung für mehr Demokratie beitragen kann.

  • Brauchen wir neue ethische Leitlinien für die politische Kommunikation im Journalismus und für die Parteien?
  • Sind Unternehmen wie Facebook und Twitter für Politik und Gesellschaft systemrelevant und bedürfen einer stärkeren Regulierung zum Schutz der Demokratie?
  • Wie können WählerInnen in Zeiten von Informationsüberfluss und Postfaktizität erreicht und vor Missbrauch und Manipulation geschützt werden?

Weitere Informationen zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung folgen in Kürze.

Call for Speaker

Data & Politics ist eine Veranstaltung von ExpertInnen für ExpertInnen. Daher möchten wir zum Call for Speaker aufrufen und Sie einladen, Ihre Erfahrungen in den Diskurs einzubringen. Sie haben ein Thema, dass Sie gerne mit PolitikerInnen und FachexpertInnen teilen möchten? Dann reichen Sie Ihren Vortrag für eine Session bis zum 16. April ein.