Die Digital Future Challenge 2020 war ein gemeinsames Projekt der Deloitte-Stiftung und der Initiative D21, um die Verantwortung von Unternehmen im und durch den digitalen Wandel, sprich Corporate Digital Responsibility (CDR), zu beleuchten. Sie rief bundesweit Studierende auf, anhand konkreter Beispiele aus der Unternehmenspraxis Prinzipien und Eckpunkte für ein verantwortliches Handeln von Unternehmen in der digitalen Welt zu erarbeiten. Dazu traten interdisziplinäre und diverse Projektteams in den Wettbewerb um die besten, kreativsten und nachhaltigsten Ideen. Bundesweit knapp 70 Lehrstühle und zahlreiche Unternehmen unterstützten das Projekt. Eine hochkarätige Jury aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft prämierte die besten Ansätze. Schirmherrin war Staatsministerin Dorothee Bär.

„Die Digital Future Challenge bietet den Studierenden die Gelegenheit, im intensiven Austausch mit Wissenschaft und Unternehmen die Gesellschaft von morgen nach ihren Vorstellungen mitzugestalten. Die Herangehensweise und die Ideen der teilnehmenden jungen Menschen werden auch neue Impulse für die Politik generieren.“ (Dorothee Bär, Schirmherrin des Wettbewerbs und Staatsministerin für Digitalisierung im Bundeskanzleramt)

Die Digital Future Challenge möchte ein Bewusstsein bei Wirtschaft und zukünftiger Führungsgeneration für die Gestaltungsaufgabe der Digitalisierung schaffen und Lösungspfade aufzeigen. Mit ihrem Handeln in der digitalisierten Welt, ihren Produkten und Angeboten, lösen Unternehmen zunehmend Innovationen und gesellschaftliche Veränderungen aus. Die daraus erwachsende – teils neue – Verantwortung nennen wir Corporate Digital Responsibility. Das Projekt legt bewusst eine interdisziplinäre Betrachtung des Themas CDR durch verschiedene Fachrichtungen, Universitäten und Hochschulen zugrunde, um neuartige und innovative Denkansätze für die Unternehmen und die Gesellschaft von morgen zu eröffnen.

Für die Durchführung der Challenge erhielten wir Unterstützung vom Frankfurter Startup ekipa, das von dem Goethe-Universität initiierten Startup-Programm Unibator gefördert wird.

ekipa stellte die Online-Plattform zur Verfügung, auf der die teilnehmenden Studierenden die Challenge samt Praxisbeispiele fanden. Hier konnten sie bundesweite und interdisziplinäre Projektteams bilden, sich einen „Use Case“ auswählen und ihre Entwürfe hochladen.

Die Sieger:Innen der Digital Future Challenge 2020

Das Gewinner-Team Digital Wombats sprach mit EU-Vizepräsidentin über ihr Projekt und die digitalen Verantwortung von Unternehmen auf europäischer Ebene. Durch die Corona-Pandemie fand der geplante Vor-Ort-Termin zunächst per Videokonferenz statt.

Alle Finalprojekte in einer Publikation

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Die acht Finalprojekte rund um die Frage, was Unternehmensverantwortung im und durch den digitalen Wandel bedeutet, sind nun in einer eigenen Publikation zu finden. Darin stellen sich die Finalteams vor, erklären ihre Ansätze für die konkreten Cases und zeigen ihre Lösungsideen auf.

Die Projekte aus der Publikation sollen als Denkanstöße für Politik, unternehmerische Praxis als auch der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem neuen Thema Unternehmensverantwortung im und durch den digitalen Wandel dienen.

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Rückblick

24. März 2020: Die Gewinnerteams sind gekürt!

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Dorothee Bär lobte das „Engagement für die Gesellschaft aus der Gesellschaft“ und bedankte sich für die innovativen und kreativen Lösungskonzepte. Die Wahl sei nicht leicht gefallen, wie die Jurymitglieder versicherten. Für folgende Projekte habe man sich entschieden. :

1. Platz: Team Digital Wombats 
Preis: Forschungsreise nach Brüssel

2. Platz: Team Education4Future
Preis: Reise zu einer Veranstaltung von Futur.io

3. Platz: Team Retain
Preis: Kaminabend mit Austausch einer Wissenschaftlerin im Jumeirah Hotel in Frankfurt

Sonderpreis:
Staatsministerin Dorothee Bär überraschte die Teams dazu mit einer Ankündigung: Das Bundeskanzleramt übernimmt die Schirmherrschaft über die drei Siegerprojekte und möchte diese marktfähig machen. Die Unterstützung von oberster politischer Ebene zeigt die Relevanz von Verantwortung in der Digitalisierung.

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24. Januar 2020: Unsere Finalisten stehen fest!

Über 100 Studierende und VertreterInnen von Universitäten / Hochschulen, Unternehmen und Organisationen kamen mehr als acht Stunden zusammen, um sich über Corporate Digital Responsibility auszutauschen. Nach Workshops und den Pitches der 15 Teams im Halbfinale waren die acht besten Teams gefunden. Zum Finale am 24. März lädt uns Schirmherrin Dorothee Bär ins Bundeskanzleramt ein.

Ablauf der Challenge

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UseCases unserer Mitgliedsunternehmen

Case: Die Einführung einer neuen Technologie und der damit einhergehende angemessene Umgang mit den Mitarbeitern und deren Einbindung unter Berücksichtigung der strategischen Vorgaben.

Case 1: Personalisierte Handlungsempfehlungen für Mitarbeiter, um den Umgang mit Drucksituationen, die Teamperformance, Führungskultur und Zufriedenheit zu verbessern.

Case 2: Der Einsatz von Softwarerobotern und die damit einhergehende Automatisierung von Arbeitsprozessen; welche internen Kommunikationsmaßnahmen müssen ergriffen werden?

Case: Welche technologischen Lösungen können für einen verbesserten Datenschutz und Datensouveränität genutzt werden; hilft die Blockchain? Wie können Nutzer und Unternehmen gleichzeitig befähigt werden?

Case: Die Einführung von Automatisierungstechnologien in der Produktion und die Förderung von Akzeptanz sowie der Autonomie der Mitarbeiter in einem digitalisierten Umfeld.

Case: Der Umgang mit einem intelligenten Smart Home System insbesondere im Energiemanagement an der Schnittstelle zwischen Haus und Auto und die Sensibilisierung der NutzerInnen.

Case 1: Wie können digitale Kunden Vertrauen fassen und wie muss die Kommunikation und weitere Funktionen für Kunden aufgebaut werden?

Case 2: Wie soll ein Verbraucherschutzbeauftragter im Sinne einer Corporate Digital Responsibility handeln?

Case: Die Einführung neuer Technologie führt zu komplexen Fragen im Umgang mit Mitarbeitern bspw. zur Inklusion und Akzeptanz von Technologien; welche Änderungen und auch Weiterbildungen sind nötig?