Big-Data-Analyse zu E-Government

Unterbewusste Assoziationen zu E-Government und was wir daraus lernen können

Befragungen zur E-Government-Nutzung in Deutschland gibt es verschiedene und sie kommen zu ähnlichen Ergebnissen: Digitale Verwaltungsangebote sind nicht ausreichend bekannt und zudem nicht nutzerfreundlich, was zu Unzufriedenheit bei den Bürger*innen führt.

Bei Umfragen zur Akzeptanz und Nutzung von E-Government werden Personen direkt und bewusst zu digitalen Verwaltungsdiensten befragt. Was verbinden die Bürger*innen aber unterbewusst mit dem Begriff „E-Government“, wenn sie nicht nach einer konkreten Anwendung befragt werden? Dies untersuchten die Initiative D21 und Neuro Flash in einer erstmals durchgeführten Big-Data-Studie zu E-Government.

Zentrale Ergebnisse im Überblick

  • E-Government verharrt als Begriff in der Fachwelt und ist nicht bei den Bürger*innen angekommen. Muss ein Verwaltungsdienst in Anspruch genommen werden, denken die wenigsten daran, diesen digital abzuwickeln.
  • Die Bevölkerung nimmt zwar unterbewusst wahr, dass E-Government das Potential bietet, Verwaltungsdienste zu vereinfachen und zu beschleunigen. Allerdings überträgt sich dieses positive Bild nicht auf die klassische Verwaltung.
  • Bürger*innen assoziieren mit der digitalen Verwaltung vor allem Mobilität und Flexibilität, eine schnelle Bearbeitung und kurze Wartezeiten. 
  • Dass E-Government das Potential bietet, Verwaltungsdienste zu vereinfachen und zu beschleunigen, wird in Online-Diskursen unterbewusst wahrgenommen. In den Fachdiskussionen im Internet gilt E-Government als modern und effektiv.
  • Big-Data-Analysen können unterbewussten Erwartungen und Assoziationen der Bürger*innen messen und dadurch helfen, die E-Government-Angebote zu verbessern, indem etwa Nutzungsbarrieren oder Potenziale zur Steigerungen der Zufriedenheit erkannt werden.

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Porträt von Alexander Köhler