eGovernment MONITOR 2012

Elektronische Bürgerdienste – Nutzung und Akzeptanz in Deutschland und internationaler Vergleich mit Österreich, der Schweiz, USA, Großbritannien, Nordirland und Schweden

Der eGovernment MONITOR 2012 ist eine Studie der Initiative D21 und von ipima – durchgeführt von TNS Infratest und unterstützt durch zahlreiche Partner aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Kern der Studie: Der eGovernment MONITOR liefert seit 2010 ein umfassendes Bild über die aktuelle E-Government-Situation in Deutschland. In den Folgejahren kamen als Vergleichsländer Österreich, Schweiz, USA, Großbritannien, Nordirland und Schweden hinzu. Dazu gehören neben Nutzung, Zufriedenheit, Treibern und Barrieren auch die Evaluierung verschiedener E-Government Möglichkeiten sowie Einstellungen der Bürger*innen.

E-Government-Angebote kommen nun auch in Deutschland bei den Bürgerinnen und Bürgern im‑ mer mehr an. Die Zahlen des aktuellen eGovernment MONITOR weisen einen positiven Trend und eine Steigerung von fünf Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr für die Nutzung solcher Angebote aus. Das ist erfreulich, da wir als Verwaltung aufgrund sinkender Bevölkerungszahlen und angespannter Haushalte verstärkt auf die Erbringung von Verwaltungsdienstleistungen online setzen müssen. Aber auch die Bürgerinnen und Bürger profitieren von der Nutzung von E-Government-Angeboten: Geöffnet rund um die Uhr, ortsungebunden und ohne Wartezeiten unterstützen diese Dienste einen mobileren und flexibleren Lebensstil, der für viele Menschen heute selbstverständlich ist.
Cornelia Rogall-Grothe, Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik und Staatssekretärin im BMI

Zentrale Ergebnisse im Überblick

  • Deutliche Unterschiede sind in der E-Government-Nutzung im Sechs-Länder-Vergleich zu erkennen. Schweden und Österreich sind – wie auch 2011 – mit rund 70 Prozent führend. Die Schweiz liegt mit 58 Prozent E-Government-Nutzer*innen im Mittelfeld, gefolgt von Deutschland und Großbritannien mit je 45 Prozent. Die USA landen mit einem Anteil von 39 Prozent E-Government-Nutzer*innen auf dem letzten Platz. Mit 45 Prozent konnte sich Deutschland im Jahresvergleich um fünf Prozentpunkte verbessern.
  • Wichtigkeit verschiedener Aspekte beim E-Government: Sicherheit sowie Datenschutz/Datensicherheit sind in allen Ländern bei der Wichtigkeit auf den vorderen Rängen. Die Einschätzung zu weiteren Themen zeigen länderspezifische Besonderheiten: Schweiz und Schweden mit der einfachen Bedienbarkeit, Großbritannien mit aktuellen Themen und die USA mit vollständigen Informationen.
  • Bekanntheit und Nutzung von Online-Beteiligungsinitiativen: In der Schweiz kennen 73 Prozent derzeit Online-Beteiligungsinitiativen, 59 Prozent haben diese Angebote bereits genutzt. Deutschland liegt mit 57 Prozent Kenner*innen und 40 Prozent Nutzer*innen auf dem vorletzten Rang. Überraschend: Obwohl Open Government aktiv von den Behörden vorangetrieben wird, kennt nur jede*r Zweite in den USA diese Initiativen, jede*r Dritte hat diese schon genutzt.
  • Aktuell nutzen viele Besitzer*innen von mobilen Endgeräten noch kein Mobile Government, Schweden ist mit
    21 Prozent Nutzer*innen beim Mobile Government führend. Deutschland und Großbritannien mit jeweils acht Prozent sowie die USA mit sechs Prozent Nutzern sind auf den hinteren Rängen zu finden. Die Länder mit einer aktuell geringen Mobile Government-Nutzung haben jedoch das Potenzial von Mobile Government erkannt. So planen in Deutschland aktuell 28 Prozent der Nichtnutzer*innen, zukünftig diese Dienste einzusetzen. Ähnliche Steigerungsraten sind auch in den restlichen Vergleichsländern zu sehen.

Wir danken unseren Partner*innen 2012:

Logos aller Partner*innen des eGovernment MONITOR 2013:
Premium Partner: Die Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik, Der IT-Beauftragte der Bayerischen Landesregierung, EY, IDG Business Media GmbH, Innenministerium Baden-Württemberg, Innovationsstiftung Bayerische Kommune, KDRS/RZRS, Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken
Partner: Digitales Österreich, CSC, INIT
Unterstützer: Deutscher Landkreistag, DStGB, fortiss, TUM, TNS Infratest

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Porträt von Alexander Köhler